Trilaterale Chemiestrategie

Nordrhein-Westfalen, die Niederlande und Flandern sind der wichtigste Chemiestandort der Europäischen Union. Die gesamte Region verfügt über eine einzigartige Konzentration von Abnehmerindustrien und -märkten, die für einen so wichtigen Industriezweig wie die Chemiebranche von großer Bedeutung ist. Die kurzen Wege und eine effiziente Pipeline-Infrastruktur sind die Grundlage für grenzüberschreitende Synergien und die Stärkung der Zusammenarbeit in der Region. Eine Reihe von Industriekunden gibt Impulse für Innovationen und fördert das Wachstum der gesamten Wirtschaft. International gibt es jedoch Entwicklungen, die einen ernsthaften Wettbewerb für den Sektor mit anderen Teilen der Welt wie Asien und Nordwestamerika verursachen.

Um die Innovation und Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie in der trilateralen Region zu stärken, wurde eine gemeinsame Strategie entwickelt. Die “Vision 2030“ für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit besteht darin, dass die Region “der Motor der Welt für den Übergang zu einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Chemieindustrie“ werden soll. Derzeit arbeiten Industrie, Verbände und Forschungseinrichtungen in verschiedenen Arbeitsgruppen (Innovation, Energie & Rohstoffe sowie Infrastruktur) an der Umsetzung der Strategie.

Beschlussvorschlag:

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Flämische Regierung betonen, dass die gemeinsame Umsetzung der trilateralen Strategie ein wichtiger Hebel zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie ist. Deshalb

  1. ist ein enger Dialog zwischen Industrie und Ministerien unerlässlich.
    1. Zur erfolgreichen Umsetzung der trilateralen Strategie für die chemische Industrie müssen grenzüberschreitende Aktivitäten unterstützt werden.
    2. Eine gemeinsame Gesamtleitlinie und ein gemeinsames Engagement – in Zusammenarbeit von Industrie und Behörden – sind notwendig, um bei der Umsetzung der Strategie einen langfristigen Erfolg zu erzielen.

    3. Die Sichtbarkeit der einzigartigen Stärke der chemischen Industrie kann nur erreicht werden, wenn gemeinsam klare Prioritäten für alle Aspekte der Strategie definiert werden.

    4. Eine transparente und koordinierte interne und externe Kommunikation – insbesondere gegenüber der Öffentlichkeit und zukünftigen Partnern der Strategie – ist entscheidend für den Erfolg.

  2. Basierend auf den Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen mit dem Transformationsprozess für energieintensive Industrien werden Praktiken und Demonstrationen zu diesem Projekt ausgetauscht.